Mittwoch, 07. November 2007 / Quelle: Marler Zeitung (Marl)
Kunstgang war ein Erfolg
MITTE. GW) Zwei Wochen lang haben sie Teile des Einkaufszentrums in eine Großraumgalerie verwandelt: Werbe- und Künstlergemeinschaft des Marler Stern haben rund 300 Arbeiten von 42 Künstlern in Geschäftslokalen unter dem Motto „Kunst-Gang" präsentiert, vor allem Malerei, aber auch Skulpturen, Lichtkunst und Unikatschmuck. Jetzt trafen sich die Künstler zu einer Finissage im Stern, mit der sie das Projekt beendeten. Eine Neuauflage im nächsten Jahr ist aber denkbar. „Die Resonanz sowohl bei den Besuchern als auch bei Geschäftsleuten und Kulturpolitikern war äußerst positiv", berichten die Künstler Lothar Trelenberg und Michael Große-Schulte.
Dienstag, 23. Oktober 2007 / Quelle: Marler Zeitung (Marl)
Wolkenkratzer aus Computerschrott
Künstler öffneten in ganz Marl ihre Ateliers / Aus Baumstämmen werden Skulpturen
VON RIKE LOHMANN
MARL. Der ganze Kreis Recklinghausen ist eine •oße Galerie - zumindest is Sonntag. Weit über 100 Künstler und Künstlerinnen aus dem Vest öffnen für zwei Wochen ihre Werkstätten und lassen sich beim Arbeiten über die Schulter schauen. Am Wochenende standen auch in Mari die Ateliertüren offen.
Im Zuge der Aktion „kunstraum Vest" empfingen 14 Künstlerinnen und Künstler sowie die Künstlergemeinschaft „Kunst im Stern" an neun Stationen interessierte Besucher. Vertreten war nicht nur die klassische Malerei. Ob Schmuck, Bildhauerei, Tätowierungen oder Objektkunst - die Aussteller bewiesen, dass der Vielfalt kreativen Schaffens keine Grenzen gesetzt sind.
Heiko Gantenberg ist Tätowierer und seit 18 Jahren Besitzer des Studios „Top Notch Tattooing" an der Bergstraße. Für ihn sind Tätowierungen nicht bloß eine Verzierung des Körpers, sondern Kunst. An den Wänden seines Ladens hängen Bilder seiner Werke. Mal fotografiert, mal handgemalt. „Ständig zu zeichnen und zu malen ist die Aufgabe eines Tätowierers", erklärt Gantenberg. „Schließlich möchte man seinen Kunden ein weites Spektrum bieten." Dass er das schafft, ist mehr als offensichtlich. Im Alter von 18 Jahren hat Heiko Gantenberg seine Leidenschaft entdeckt. Während einer Amerika-Reise lernte er einen Tätowierer kennen, der ihn innerhalb von zweieinhalb Jahren in die Grundlagen dieser Kunst einweihte. Zurück in Deutschland baute er sein Können aus - und das sehr erfolgreich. Heiko Gantenberg ist mit dem Herzen dabei. Das sieht man nicht nur an seinen Werken, man merkt es auch, wenn er etwas über diese älteste Kunst der Menschheit erzählt. Karin Ahlert, Susanne Stobernack und Barbara Kindermann-Trelenberg stellen in ihrem Atelier an der Bergstraße aus. Während Karin Ahlert und Susanne Stobernack malen, hat sich Barbara Kindermann-Trelenberg der Kunst am Objekt verschrieben. Vor allem Stühle macht sie zu wahren Blickfängen. Neben erotischen Elementen verarbeitet sie immer wieder die Brände in Griechenland: „Es tat im mir im Herzen weh, zu sehen, wie alles von den Flammen verschluckt wurde. Die Berge waren nachher kohlrabenschwarz." Auch Susanne Stobernack hat eine „rote Linie", die sie in ihren Bildern verfolgt - Gefühle. Was sie bewegt, bringt sie auf Leinwand. Es sind Bilder vom Anderssein: „Ich trage immer zwei unterschiedliche paar Schuhe, ich falle gerne auf", erzählt sie. „Das Leben ist viel bunter, wenn man sich nicht immer an die Normen und Werte der Gesellschaft anpasst." ihr Stil entstanden. Computerschrott ist das Material, mit dem Karin Ahlert arbeitet. Vor vielen Jahren nahm sie den „Müll" einer Softwarefirma, in der sie angestellt war, mit nach Hause, um „etwas daraus zu machen". Aus dieser spontanen Idee ist ihr Stil entstanden. Es ist erstaunlich, was sich aus alten Soundkarten oder Festplatten zaubern lässt. Karin Ahlerts ganzer Stolz ist die Skyline von Frankfurt, die sie mit Hilfe dieser Materialien originalgetreu abbildete. Einer Holzbildhauerin bei der Arbeit zusehen konnten Interessierte auf der Wiese des Bauernhofs am Notweg. Dort nämlich bearbeitete Evelyne Roth einen ungefähr zwei Tonnen schweren Baumstamm mit ihrer Motorsäge. fand die sympathische Künstlerin schon immer interessant. „Seitdem ich denken kann, wollte ich schnitzen", berichtet sie. „Oft habe ich heimlich das Küchenmesser meiner Mutter geklaut, um damit die Reste aus der benachbarten Schreinerei zu bearbeiten." Nach der vierjährigen Ausbildung an einer Holzbildhauerschule in der Schweiz arbeitet sie nun nicht nur als freie Künstlerin, sondern fertigt auch Auftragsarbeiten für ihre Kunden an. Tier- und Menschenfiguren stehen bei ihrer Tätigkeit im Mittelpunkt. Evelyne Roth freute sich, im Zuge von „kunst.raum Vest" Interessierten einen Einblick in ihre Leidenschaft geben zu können. Normalerweise arbeitet sie allein: „Gerade bei großen Arbeiten, die mir am Herzen liegen, muss ich mich sehr konzentrieren und brauche Ruhe",- erzählt sie. „Da verrate ich auch niemandem, woran ich gerade arbeite." Auch was aus dem Baumstamm später einmal werden soll, bleibt vorerst ihr Geheimnis.
SAMSTAG, 22. SEPTEMBER 2007 / Quelle: WAZ
Kunst im Stern
Atelier- und Galerietage starten im Oktober
STADTMITTE. Die Kunst soll den Marler Stern schöner, kreativer und ungewöhnlicher machen - und zwar vom 19. Oktober bis zum 4. November. Dann findet im Einkaufszentrum die Aktion „kunst.gang" statt. Bei kunst.gang präsentieren Ladeninhaber und Geschäftsleute des Marler Sterns zeitgenössische Kunst in ihren Schaufenstern, Geschäftsräumen und in leer stehenden Ladenlokalen. Die Künstler können aus den Bereichen Malerei, Bildhauerei, Grafik, Installation oder auch aus der Computerkunst kommen. Um eine gewisse Qualität zu gewährleisten, entscheidet eine Jury über die Teilnahme. kunst.gang ist eine Gemeinschaftsaktion der Werbegemeinschaft Marler Stern, der Künstlergemeinschaft "Kunst im Stern" und des Kultur- und Projektmanagements Guido Röcken. Die Verbindung von Kunst und Kommerz, die Präsentation von Kunst an Orten, an denen man sie nicht unbedingt erwartet, ist bei der Aktion „kunst.gang" gewollt, die am Freitag, 19. Oktober, eröffnet wird. Diese Eröffnung ist gleichzeitig die zentrale Eröffnung der Marler Atelier- und Galerientage „kunst.raum". Bei der Aktion können interessierte Künstler sowohl in Schaufenstern und Geschäften, als auch in leer stehenden Ladenlokalen ausstellen.
SAMSTAG, 22. SEPTEMBER 2007 / Quelle: Marler Zeitung (Marl)
Kunst und Kommerz im Strern
Ungewöhnliche Ausstellungsräume
Kunst und Kommerz kommen für zwei Wochen im Marler Stern zusammen.
Mari (Red.) Ende Oktober präsentiert die Künstlergemeinschaft „Kunst im Stern" in den Schaufenstern, Geschäftsräumen und leerstehenden Ladenlokalen des Einkaufszentrums zeitgenössische Kunst, „kunst.gang", ein Teil der jährlichen Atelier- und Galerietage im Vest Recklinghausen, will den Marler Stern vorübergehend (19. Oktober bis 4. November) schöner machen und ungewöhnliche, kreative Ausstellungsräume für Künstler und ihre Kunst zur Verfügung stellen. Darüber hinaus gibt es „Kunstübergänge": Die übergangsweise Nutzung leerstehender Ladenlokale. Das Konzept sieht vor, dass jedem beteiligten Ladeninhaber ein Künstler „zugeordnet" wird. Beide entscheiden gemeinsam, ob nur im Schaufenster oder auch innerhalb der Geschäftsräume Kunst zu sehen sein wird und unter welchen Bedingungen der Inhaber die Kunst verkaufen kann oder soll. Im Rahmen einer Publikumsjury werden „das Schaufenster, das ich am längsten angeschaut habe", „das Schaufenster, das mich am meisten überrascht hat" und „das Schaufenster, das mir am besten gefallen hat" ausgewählt. „kunst.gang" ist eine Gemeinschaftsaktion der Gewerbetreibenden im Marler Stern, der Künstlergemeinschaft „Kunst im Stern" und des Kultur- und Projektmanagements Guido Rücken. Infos: (02361)4860391.
Donnerstag, 06. September 2007 / Quelle: Marler Zeitung (Marl)
Kunst ohne Konventionen
Susanne Stobernack stellt im Gymnasium im Loekamp aus und lässt sich von den Schülern mit Fragen löchern
HÜLS. Kunst ist vor allem eines - subjektiv. Da kann man noch so viel über Theorien der Kunstgeschichte lernen, in der Praxis sieht alles oft anders aus. Das wissen nun auch die Schüler des Gymnasiums im Loekamp. Dort stellt derzeit Susanne Stobernack einige ihrer Malereien aus -und sprach nun auch mit den Jugendlichen. Der Grandkurs Kunst der Jahrgangsstufe 13 war gespannt auf ihren Besuch. Bisher kannten die Pennäler Kunst vor allem nur aus dem Unterricht. Da sie natürlich auch selbst gerne zum Pinsel greifen, war ein Gespräch mit einer echten Künstlerin ein kleines Höhepunkt. Vor allem die Botschaft, die Susanne Stobernack mitgebracht hatte, gefiel: „Man muss immer seinen eigenen Weg gehen." Von Kunsttheorien, Stilrichtungen und Anleitungen hält sie wenig. „Ich halte mich an keine Konventionen", sagt Stobernack. Sie male, wie es ihr gerade in den Sinn komme. Viel wichtiger als sich an irgendwelche Regeln zu halten, sei es, den eigenen Gefühlen zu folgen. Und die spiegeln sich in all ihren Bildern wider. Deshalb war es auch nicht verwunderlich, dass sie die Frage nach ihren Vorbildern in der Kunst gleich abwehrte: „Wenn ich welche hätte, wäre das nicht ehrlich." Dass solche Aussagen natürlich den Kunstlehrer Eckhart Erb etwas in die Bredouille brachten, sahen vor allem seine Schüler gelassen. Sie amüsierte es, dass nicht alles, was sie im Unterricht gelernt haben, auch in Wirklichkeit so passiert. Kunst ist eben subjektiv, jeder geht damit anders um. Eine Botschaft, die die künftigen Abiturienten auch in ihre eigenen Arbeiten mit einbringen wollen. Susanne Stobernack ist übrigens die vierte Künstlerin, die ihre Werke im Lernzentrum am GiL ausstellt. Regelmäßig bemühen sich Eckhart Erb und die Schulleitung darum, Marler Künstler an das Hülser Gymnasium zu holen. Und das Ganze funktioniert auch andersherum: per Grundkurs, der nun Susanne Stobernack begrüßte, will die Künstlerin bald in ihrem Atelier besuchen, um einen eigenen Eindruck von der praktischen Arbeit zu bekommen.
Dienstag, 04. September 2007 / Quelle: Marler Zeitung (Marl)
Ausstellung im Lernzentrum
HÜLS. Im Rahmen der Reihe „Künstler stellen am GiL aus" werden ab Mittwoch, 5. September, die Bilder der Marler Künstlerin Susanne Stobernack in den Räumen des Oberstufen-Lernzentrums am Hülser Gymnasium zu sehen sein. Das Erkennungszeichen der Malerin sind die zwei verschiedenfarbigen Schuhe. Damit signalisiert die gelernte Schriftsetzerin, dass Kunst Teil ihres Lebens geworden ist. Farbkräftige Leinwände mit informelartiger Bildstruktur werden von ihr leicht und sicher verbunden - mit so ungewöhnlichen Dingen wie Stacheldraht, Sackleinen, Schleifenband oder Metallgittergeflecht. Diese Materialzusammenstellung vermittelt den eher collagehaften Bildern eine Spannung, die in Harmonie übergeht, wenn man sie länger betrachtet.
Dienstag, 27. März 2007 / Quelle: Marler Zeitung (Marl)
Frauen-Silhouette soll zum Nachdenken anregen Erotische Kunst zum ersten Geburtstag im Stern
STERN, (ka) Ein Frauenkörper wird zur Lichtskulptur. Die Silhouette deutet sich auf einer Leinwand an. Das Gemälde „Stundenlust" soll den Besucher zum Nachdenken anregen. Alles ist sinnlich, pikant und reizend, so wie die ganze Vernissage. Das Lokal „Kunst im Stern" gibt es schon seit einem Jahr -ein Ort des Ausdrucks mitten im Konsum. Dies nahmen die hier aktiven Künstler zum Anlass, die Besucher in eine Welt verspielter Sinnlichkeit zu entführen. Ob nun als Gemälde, als Aktfotografie, Schmuckobjekt, Skulptur oder Lichtobjekt - jeder der ausstellenden Künstler hat seine ganz eigene Vorstellung von Erotik in seinen Werken verarbeitet. Und so konnte sich jeder Besucher sein eigenes Bild von der Erotik in der Kunst verschaffen. Neben einem einladenden Büfett und einem Prosecco präsentierte sich den Vernissage-Besüchern am Abend auch eine Bauchtänzerin. Die Künstlerin Sonia Pommerenke, die erstmalig Aktfotografien der Öffentlichkeit präsentierte, freute sich über die große Resonanz: „Mit so vielen Besuchern hatten wir nicht gerechnet". Auch Susanne Stobernack gehört zu den neun Künstlern, die im Marler Stern ausstellen. Schon seit dreieinhalb Jahren setzt bei ihren Gemälden eher auf versteckte Erotik. „Meine Bilder sollen zum Nachdenken anregen, die dahinter steckende Erotik wird erst deutlich, wenn man sich mit dem Bild auseinandersetzt", erklärt sie. So fallen zum Beispiel erst bei genauem Blick die Kontaktanzeigen aus der Zeitung auf, die sie in einem Bild verarbeitet hat. Die Fußabdrücke auf einer Leinwand symbolisieren für sie Wege zum Glück. Wer schon immer die erotische Seite der Kunst kennen lernen wollte, der kann sich freuen. Die Ausstellung ist noch bis zum 31. März täglich von 10 bis 18 Uhr im Marler Stern in der unteren Ladenstraße zu besichtigen.
Freitag, 24. November 2006 / Quelle: Marler Zeitung (Marl)
Glühwein-Flair bei Künstlern
STERN: Krippen am Samstagabend
„Kunst im Stern" - die gibt es schon seit April. Doch was hat sie mit dem Stern von Bethlehem zu tun? Neun Marler Künstler haben zwei leer stehende Ladenlokale des Einkaufszentrums mit ihren Bildern, Lichtobjekten, mit Schmuck und Skulpturen gefüllt. Unter dem Motto „Kunst im Stern" öffnen sie die Geschäftsräume an jedem Samstag von 10 bis 16 Uhr, an den Tagen der Antik-Märkte von 11 bis 18 Uhr. Am nächsten Samstag, 25. November, machen die Marler Künstler Überstunden. Bei Kerzenschein, Glühwein und selbst Gebackenem soll eine voradventliche Stimmung einkehren. Ab 17 Uhr werden neben den Kunstwerken auch Holzschnitzereien aus Bethlehem für einen guten Zweck zum Kauf angeboten werden. Alle Kunstinteressierten sind dazu herzlich eingeladen. Die Künstler kündigen für die Adventszeit weitere Aktionen mit weihnachtlichen Bezügen an. Unter anderem soll ab Freitag, 1. Dezember der „Stern von Bethlehem" zu sehen sein, eine einzigartige,, zwei mal zwei Meter große Krippe.
Montag, 23. Oktober 2006 | Quelle: Marler Zeitung (Marl)
Künstleratelier im Waschkeller
Kunst und Marl - das muss nicht gleich immer Skulpturenmuseum heißen. In unserer Stadt gibt es mehr Künstler als man glauben mag. An diesem Wochenende präsentierten sie sich der Öffentlichkeit - und hielten dabei einige Überraschungen parat.
von Stefan Korte
Wussten Sie etwa, dass in einer alten Waschküche an der Siegfriedstraße ein Atelier existiert? Oder dass man an der Halterner Straße durch einen kleinen Skulpturenpark wandern kann? Die Marler Kunstwelt hat einiges zu bieten, wenn man sie nur lässt. Die Gelegenheit dazu gab es am Samstag und Sonntag.Unter dem Titel "kunst.raum" luden Galerien und Ateliers zu einer Werkschau ein. Die Aktion fand bereits in Recklinghausen großen Anklang und wurde nun in Marl mit insgesamt zwölf Standorten fortgesetzt. Manchen musste man allerdings beinahe mit der Lupe suchen. Denn die hiesige Kunstwelt hält sich sehr bedeckt, was die Präsentation nach Außen angeht. Ein Beispiel: Annette Jansen-Gloe. Sie hat ihr Atelier Am Kanal 335. Nur wer das benachbarte und fast gleichnamige Restaurant kennt, weiß, wo das liegt. Ist der Hintereingang des Hauses aber erst einmal gefunden, findet man sich inmitten des künstlerischen Schaffens wieder. Annette Jansen-Gloe gehört dem Trio "Avanti" an und gestaltet vorwiegend Aquarelle im Großformat. In ihren Werken verarbeitet sie Landschaften und abstrakte Formen. Zusammen mit Rosemarie Braun aus Düsseldorf und Gerlinde Dringenberg aus Essen hat sie bereits zahlreiche Ausstellungen hinter sich. Alle drei haben an der "Freien Kunstakademie Rhein-Ruhr" studiert. Während Annette Jansen-Gloe ihre Gäste in gewohnter Atelier-Atmosphäre empfängt, gehen Friedhelm Schmidt, Anneliese Balint und Wolfgang Koch einen anderen Weg. Ein altes, großes Vogelhaus an der Halterner Straße 42a ist für sie zum Ausstellungsraum geworden. Dezent ausgeleuchtet und mit schwarzem Stoff verkleidet, wurde so aus einem Verschlag ein attraktiver Kunstraum. "Wir wissen allerdings noch nicht, ob das dauerhaft so bleibt", sagt Friedhelm Schmidt. Zunächst müsse hier noch kräftig renoviert werden. Der Skulpturengarten gleich dahinter ist allerdings eine feste Institution, die von Besuchern jederzeit aufgesucht werden kann. Und noch ein ungewöhnlicher Ort: Eine ehemalige Waschküche im Hinterhof der Siegfriedstraße 50. Hier haben sich sechs Künstler aus Marl zusammen geschlossen und eine Ateliergemeinschaft gegründet. "Es ist hier einfach wunderschön. Wir leben hier von- und miteinander", sagt beispielsweise Künstlerin Susanne Stobernack. Ihre Kollegen können ihr da nur zustimmen. Besucher haben sie hier nur selten. Für diese Zwecke gibt es das Ladenlokal im Marler Stern. Letzten Endes sind die Künstler mit der Aktion "kunst.raum" sehr zufrieden. Natürlich: Es gab keine Menschenmassen, die sich durch die Galerien und Ateliers drängelten. Aber dennoch sei es eine lohnenswerte Präsentation für die Öffentlichkeit gewesen, so der einhellige Tenor. Wie findet man sonst so gebündelt Kunst in Marl?
Montag 10. April 2006 / Quelle WAZ
Leere Ladenlokale werden zu Ateliers
Doch die Konsumenten stehen der Kunst noch skeptisch gegenüber
Kunst in den Alltag tragen und zugleich dem nicht gerade imagefördernden Leerstand im Marler Stern begegnen -das war die Idee, die Olaf Magnusson vom Center Management und 13 Marler Künstler zur Aktion „Kunst im Marler Stern" veranlasste. Wer am Wochenende das Einkaufszentrum vom Creiler Platz her betrat, wunderte sich zunächst. In der unteren Ladenstraße wurden nämlich drei Leerstände kurzerhand besetzt. Mit Kunst besetzt. In ungezwungener Kaufhausatmosphäre sollen sich die Besucher mit den Kunstobjekten auseinandersetzen können -ohne aufdringliche Galeristen oder Verkäufer. :*» Eine junge Frau, knapp 20Jahre, steht vor einer Arbeit von Karin Ahlert. Die Künstlerin aus der Ateliergemeinschaft Drewer macht Acrylbilder, kombiniert mit Dingen, die bei nderen auf dem Schrott landen. „Das soll Kunst sein? Das kann ich auch", urteilt die junge Frau kopfschüttelnd über die Arbeiten. Solche Meinungen hörten die Künstler nicht nur einmal, wenn mal ein Interessent in eine der temporären Galerien kam. Ja, ja. Kunst unter das Volk zu bringen ist halt so eine Sache. Gerade noch die Rolltreppe hinunter, vorbei an Haushaltswaren, Bäckerei und Reiseangeboten, einmal scharf links abgebogen - und da ist sie schon: Die Kunst im Marier Stern. Es macht den Anschein, als können nicht viele damit etwas anfangen, zumindest trauen sich nur die wenigsten ihre Schwellenangst zur' Begegnung mit der Kunst überwinden zu können. Ansonsten ein flüchtiger Blick in die Ausstellungsräume, und der Konsument eilt zu seinem nächsten Einkauf. Manch einer bleibt stehen, schaut durch die offene Tür. Vom ehemaligen Mieter des Ladenlokals, ein Schuhgeschäft, stammt noch die Inneneinrichtung am Eingangsbereich - eine Linie aus schwarzen Fliesen. Die wird konsequent nicht überschritten. Andere trauen sich. Ganz zur Freude der Künstler, die die Ladenlokale zu stilvollen Präsentationsflächen umgestalteten. An den Wänden keine röhrenden Hirsche oder Wein ausschenkende Busenwunder, sondern Zeitgenössisches aus dem Atelier. Wenn Kunst auf Kommerz stößt, beginnt eine neue Dimension der Betrachtung und Wertschätzung der künstlerischeren Positionen. Wer sich als Kunstsammler f ausprobieren möchte, kann l schon mit einzelnen Werken j unter 100 Büro den Anfang J machen. Ansonsten liegt das Preisniveau zwischen 300 und 3000 Büro: keine Kaufhausschnäppchen also, sondern normale Galeriepreise. Die Künstler sind mit der j Aktion Zufrieden, auch wenn ; der Kunstverkauf eher schleppend lief, die öffentliche Präsentationsmöglichkeit ist optimal. So optimal, dass man kurzerhand beschloss, die Aktion l zunächst weiter zu führen, dit
Dienstag, 06. Dezember 2005 | Quelle: Marler Zeitung (Marl) Künstler putzen Erzschacht heraus
MASCHINENHALLE: Im Frühjahr erste Führungen im heimischen Bergbaumuseum
Sie fühlt sich fast an wie "Glück auf!" – die Zukunft des Erzschachtes in Drewer. Gestern noch zum Verfall verurteilt, heute mit rosigen Zukunftsaussichten gespickt: Die Maschinenhalle verwandelt sich Stück für Stück in ein schnuckeliges Bergbaumuseum. Auf besondere Weise öffnet es dem Besucher Tür und Tor.
Denn die seit zweieinhalb Jahren existierende Marler Ateliergemeinschaft hat die Museumstür mit einem bombastischen Gemälde, einem Stollen-Eingang, liebevoll verziert. Jetzt wurde das Kunstwerk offiziell übergeben. Die Idee dazu und die Renaissance des restaurierten Industriedenkmals überhaupt sind den Erzschachtfreunden, einer Gruppe des Heimatvereins Marl, zu verdanken. Federführend hat ihr Leiter, Horst Schmitz, die wechselvolle Geschichte in einer Chronik aufgearbeitet – von der Schacht-IV-Teufe in 1928 bis zur Stilllegung 1965. Aber: Hier wurde nicht nur Erz abgebaut, sondern auch "schwarzes Gold" – deshalb schwebte Horst Schmitz vor, den Eingang eines Kohlenschachtes bildnerisch umzusetzen. "Mir erschien hier durch die weiße Farbe alles sehr kahl", sagt er heute, "dabei soll den Kindern doch etwas geboten werden". Spiel, Spaß, Spannung – gleich drei Dinge auf einmal will Schmitz heimischen Kindergarten-Knirpsen und Grundschülern auftischen, wenn im Frühjahr die ersten Führungen durchs Bergbaumuseum starten.
Kohle-Kunstwerk schmückt Eingang
Peter Mühlhause, Susanne Stobernack, Katrin Ahlert und Lothar Trelenberg von der Marler Ateliergemeinschaft haben dazu das Eingangstor verschönert. Nach einer der unzähligen Vorlagen aus dem Internet hat das Quartett ein gemeinsames Kunstwerk, 2,47 x 2,27 Meter groß, auf Acryl geschaffen. Der Clou: Die schwarzen Farbpigmente im Bild sind passenderweise aus Kohlenstaub gemixt. Eine Woche lang haben die vier am Bild getüftelt, jeder an einer anderen Ecke. Die Stilrichtungen in der Künstler-Gemeinschaft sind vielfältig, reichen von Porträtmalerei über experimentelle Kunst bis hin zu Collagen. Jeder gibt gerne seine Erfahrungen und Techniken weiter. Trotzdem: "Dieses Mal war es eine große Herausforderung. Wir arbeiten sonst eher einzeln", sagt Lothar Trelenberg stolz. Das Kunstwerk ist perspektivisch gut gelöst, zeigt viel Tiefe. Größtes Manko war laut Katrin Ahlert dabei die Kälte.Weil die Ateliergemeinschaft ehrenamtlich gearbeitet und Farben gespendet hat, darf sie im kommenden Jahr eine eigene Ausstellung in den oberen Erzschacht-Räumen zeigen. Peter Mühlhause dazu: "Aber erst, wenns wärmer ist." -ire
31.10.2005 / LOKALAUSGABE / MARL
Begegnungen in der Kirche
Künstler der Region verwandelten die Friedenskirche wieder in eine große Galerie.Zur Eröffnung der jährlichen Kunstausstellung kamen 200 Gäste Begegnungen mit Kunst, Begegnungen mit Menschen, Begegnungen mit Gott - In der evangelisch freikirchlichen Gemeinde der Friedenskirche an der Bergstraße stand das gesamte Wochenende unter diesem Motto. Künstler der Region verwandelten das Gebäude in eine große Galerie."Begegnungen zu ermöglichen ist ein grundsätzliches Anliegen unserer Gemeinde", erläuterte Pastor Hartmut Riemenschneider das Konzept. In diesem Kontext finden auch die jährlichen Kunstausstellungen statt, die sich großer Beliebtheit erfreuen. Insgesamt rund 200 Gäste kamen allein zur Eröffnung am Freitagabend. Bis zum Sonntagmittag nach dem Gottesdienst konnten die Arbeiten von elf Künstlern, die meisten aus Marl und Umgebung, in Augenschein genommen und natürlich erworben werden. Bereits zum achten Mal veranstaltete die Friedenskirche diese Ausstellung, in diesem Jahr wieder organisiert von Beate Lüddecke. Sie ist Mitglied der freikirchlichen Gemeinde und betreut außerdem das Projekt "WillmA", dem der Erlös aus den Eintrittsgeldern der Ausstellung zu Gute kommt. (Siehe Info).Witziges, Fremdes, Skurriles, Dekoratives: Das Spektrum der ausgestellten Arbeiten war denkbar breit. Zu sehen gab es unter An derem Malerei von Lothar Trelenberg , Peter Mühlhause, Karin Ahlert oder Susanne Stobernack. Aki Oedl zeigte Schmuckdesign und -gestaltung, Samuel Klein Kunsthandwerk und Petra Schmidt Malerei. Überall in den Räumen verteilt begegneten den Besuchern die Holzskulpturen von Hans Werner Hubert. Organisatorin Beate Lüddecke stellte Malerei und Papierarbeiten aus. Die Zeitobjekte von Helmut Schmidt zogen besonders viele Interessenten an. Zahlreiche Gespräche führte auch Stefan Wentzel: Der gebürtige Marler, der heute in Lünen lebt, hat ein Motiv von Picasso (Don Quichote) in verschiedene Malstile übertragen: mal als August Macke, mal als van Gogh oder mal als Miro. Interessante und vielseitige Begegnungen mit Kunst also in der Friedenskirche. Dass solche Begegnungen in der heutigen Gesellschaft immer seltener werden, reflektierte Dr. Raimund Utsch, Gemeinderatsmitglied der Friedenskirche, bei der Eröffnung der Ausstellung: "Begegnungen werden heute auf Kontakte reduziert und das führt letztlich zu einem Verlust an Identität." Er zitierte eine Meditation von Edda Uhlig: "Begegnungen können ein Brücke sein, eine Brücke zwischen deinem Leben und meinem". Solche Begegnungen, die es ermöglichen für das eigene Leben etwas mitzunehmen, bot die Ausstellung in der Friedenskirche auf vielfältige Weise. Wol
Dienstag, 25. Oktober 2005 / Quelle: Marler Zeitung (Marl)
FRIEDENSKIRCHE: Kunstausstellung wird Freitag eröffnet
"Begegnungen" ist das Thema der Kunstausstellung, die am Freitag, 28.Oktober um 19.30 Uhr in der Friedenskirche Marl eröffnet wird. Bis zum 30. Oktober werden die Werke unterschiedlichster "ART" aus den Bereichen Malerei, Bildhauerei und Kunsthandwerk gezeigt. Die Künstlerinnen und Künstler kommen allesamt aus dem Kreis Recklinghausen. Ausstellen werden Lothar Trelenberg (Malerei/Assemblagen), Helmut Schmidt (Zeitobjekte), Peter Mühlhause (Malerei), Karin Ahlert (Malerei/Materialbilder), Susanne Stobernack (Malerei), Aki Oedl (Schmuckgestaltung), Hans Werner Hubert (Holzskulpturen), Stefan Wenzel (Picasso-Interpretationen), Samuel Klein (Kunsthandwerk), Petra Schmid (Malerei), Beate Lüddecke (Malerei/Papierarbeiten) und "WillmA" (Projektobjekte). Am Freitag wird ab 19.30 Uhr die Gruppe "After Eight" mit einem Konzert die Ausstellung eröffnen. Der Eintritt beträgt zwei Euro. Das Geld fließt in das Jugendprojekt "WillmA". Auch ein Büfett ist aufgebaut. Am Samstag, 29. Oktober, werden von 13 Uhr bis 15 Uhr kleine Workshops angeboten. Von 12 bis 16 Uhr ist zudem Zeit und Raum für Gespräche mit den Ausstellern bei Kaffee und Kuchen.
Am Sonntag wird um 10 Uhr ein Gästegottesdienst gefeiert. Die Ausstellung ist anschließend noch bis 13 Uhr geöffnet.
25.09.2004 / LOKALAUSGABE / HERNE
Fröhliche Farben locken ins Foyer
Ausstellung bei GEA-Happel Klimatechnik Fröhliche Farben haben Einzug ins Foyer von GEA-Happel Klimatechnik gehalten: Dort stellt Susanne Stobernack ihre farbenfrohen Bilder und Collagen aus. Auch einige Skulpturen sind zu sehen. Als die gebürtige Aachenerin vor drei Jahren nach Marl zog, begann sie dort ihre Tätigkeit als freischaffende Künstlerin. Ihr Motto lautet: "Sei eine orange Maus unter tausend grauen Mäusen. Nicht um jeden Preis auffallen, aber in Erinnerung bleiben." Dieses Prinzip lebt sie aus, indem sie zum Beispiel Schuhe in unterschiedlichen Farben trägt. Kräftige Farben sind ihr Markenzeichen und fallen dem Betrachter schnell ins Auge, charakteristisch ist ein warmes Rot oder ein intensives Blau. Das Bunte drückt das positive Lebensgefühl der Künstlerin aus. Bevorzugt arbeitet die gelernte Schriftsetzerin mit Kahari, einem handgeschöpftem Hanfpapier aus dem Himalaja, das auf pflanzlicher Basis gefärbt wird. So behandelt, ist es viele Jahrhunderte lang haltbar. Die meisten ihrer Werke sind Collagen, aus verschiedensten Materialien zusammengesetzt. Stobernack verwendet gern Symbole, die allein für sich stehen oder als Teile des Ganzen einen neuen Aussagewert erhalten. Eine Holzskulptur, zentral im Foyer aufgestellt, lädt zum "Zufühlen" ein: Beim Betasten fühle sie sich wie ein alter Mann an, obwohl sie eher die Form einer Frau habe. Die Ausstellung "Orange Maus" bei GEA-Happel Klimatechnik an der Südstraße 48 ist bis Ende Dezember zu besichtigen, an Werktagen zwischen 8 und 16 Uhr.
08.09.2005 / LOKALAUSGABE / MARL
Öscher Printe" zeigt Kunst beim Doc
In der Praxis Dr. Schulze-Schay am Haselnussweg 1 lädt Susanne Stobernack heute um 19 Uhr zur Vernissage. Die gelernte Schriftsetzerin, Mutter von zwei Kindern, ist erst seit drei Jahren als freischaffende Künstlerin tätig. Die 43-jährige "Öscher Printe" - so nennt man Leute, die aus Aachen oder Umgebung stammen, ist der Liebe wegen nach Marl gezogen. Hier wurde sie Mitglied einer Ateliergemeinschaft an der Bergstraße - und damit ging es erst richtig los. Ihre Arbeiten sind vielfältig gestaltet, wobei die Künstlerin die Arbeit mit Papier bevorzugt, um ihrer Kreativität Ausdruck zu verleihen.Verschiedenste Papiersorten kommen dabei zum Einsatz: Seiden- und Bastelpapiere, Pappen, Tapeten und Naturpapiere. Das am liebsten verarbeitete Papier ist etwas ganz besonderes: Kahari - ein handgeschöpftes Hanfpapier, das mit Pflanzen gefärbt wird. Die Künstlerin ist immer leicht zu erkennen. Ein besonderes Merkmal an ihr sind ihre unterschiedlichen Schuhe.
16.04.2005 / LOKALAUSGABE / HERNE
Sieben mal sieben ergibt 50 Werke
Schau zeigt auch Kunst an einem Stück Sieben Künstler stellen bei GEA Happel Klimatechnik an der Südstraße zurzeit jeweils sieben Werke aus. So lautet das Motto zwangsläufig: Sieben auf einen Streich. Doch es sind mehr als 49 Arbeiten zu sehen.Die 50 macht eine gemeinsame Produktion komplett: 50 Meter Kunst an einem Stück. Auch die Zahl ist nicht zufällig gewählt worden: Sie soll an die 50. Ausstellung erinnern, die von GEA Happel Klimatechnik ausgerichtet wurde.Die meisten Künstler sind bekannt. So war Karin Ahlert an der Südstraße schon einmal vertreten: Als Karin Schäffer präsentierte sie "Kunst der Wiederverwertung". Michael Grosse-Schulte ist ein Kind des Reviers. Er arbeitet unter Tage und nutzt deshalb auch Kohlenstaub für seine Arbeiten. Ölbilder und skulpturelle Gestaltung bilden den Schwerpunkt von Siegmund Kompalik. Peter Mühlhausen arbeitet als Illustrator und hat seine Begabung zur Berufung gemacht. "Sei eine orange Maus unter tausen grauen Mäusen", lautet das Motto von Susanne Stobernack. Durch den Bergbau wurde auch Lothar Trelenberg geprägt, der sich seit über 15 Jahren der Kunst verschrieben hat. Relativ neu im Bunde ist Peter Kapica. Die Ausstellung ist bis Ende Juni im Foyer an der Südstraße zu sehen, sie ist während der Dienstzeit montags bis freitags jeweils von 8 bis 16 Uhr zu besichtigen.
09.04.2005 / LOKALAUSGABE / MARL
50 Meter Kunst werden ausgestellt
Am 14. April beginnt in Herne die erste Gemeinschaftsausstellung der sieben Künstler der Ateliergemeinschaft aus Drewer. Dazu haben die Marler unter anderem 50 Meter Kunstleinwand produziert. Mit dabei sind (von links): Peter Kapica , Michael Große-Schulte, Lothar Trelenberg, Peter Mühlhause und Siegmund Kompalik. Im Bild fehlen Karin Schäffer und Susanne Stobernack.Die Ausstellung wird um 18 Uhr bei der Firma GEA Happel an der Südstraße 48 in Herne von Prof. Wilfried Kunstmann eröffnet.
04.04.2005 / LOKALAUSGABE / MARL
Bildstrecke von 50 Metern Länge geschaffen
Kunst am laufenden Meter: Eine Bilderstrecke von 50 Metern Länge hat die Ateliergemeinschaft der Dreweraner Künstler für ihre erste Gemeinschaftsausstellung produziert. Die Werkschau wird am 14. April in der Firma GEA-Happel Klimatechnik in Herne eröffnet und dort rund drei Monate zu sehen sein. Für das Herner Unternehmen ist es bereits die fünfzigste Kunstausstellung, die dort präsentiert wird. Daher war die Zahl 50 auch der Angelpunkt für das Konzept, anlässlich dieser Ausstellung Bilder nach laufenden Metern zu präsentieren. Die sieben Mitglieder der Marler Künstlergruppe, (Michael Große-Schulte, Peter Kapica , Siegmund Kompalik, Peter Mühlhause, Karin Schäffer, Susanne Stobernack und Lothar Trelenberg ) zeigen jede(r) sieben eigene Arbeiten und rund 20 Beiträge auf der rund fünfzig Meter langen Jute-Leinwand. Die Arbeiten werden einzeln verkauft und noch auf der Ausstellung auseinander geschnitten. Die Verkaufsaktion, deren Erlös unter anderem einer Behindertenwerkstatt in Herne zugute kommt, wird übrigens von Peter Neururer, dem Trainer des VfL Bochum, der aus Marl stammt, vorgenommen. Die Einführung in die Ausstellung gibt Prof. Wilfried Kunstmann, ebenfalls aus Marl. Eine Veranstaltung mit viel Marler Präsenz also, die nur nicht in Marl stattfindet. Für Interessenten: Eröffnung der Ausstellung ist am 14. April um 18 Uhr bei GEA-Happel, Südstraße 48 in Herne. wol
12.01.2005 / LOKALAUSGABE / MARL
Mappe voller gemalter Gefühle
Susanne Stobernacks kreatives Zentrum liegt in einem Keller in Drewer Die Ideen zu ihren Bildern fallen ihr oft nachts ein. Dann gibt es für Susanne Stobernack kein Halten mehr: Sie muss am nächsten Morgen in den Atelierkeller in Drewer, den sie sich mit sechs Kollegen als Arbeitsplatz teilt.Die Künstlerin braucht "handfeste" Materialien. Eine zentrale Rolle in ihren Bildern spielt Papier. "Es ist ein toller Werkstoff, immer wieder anders, man kann es anfassen, seine Struktur fühlen." Handwerkliches wollte Susanne Stobernack, geboren in Alsdorf bei Aachen, schon immer machen. Als Kind malte sie Tapetenrollen voll, die ihr Bruder ihr gab. Nach der Schule war klar, dass Handarbeit auch ihren Berufswunsch bestimmte. Nach einem Orientierungsjahr entschied sie sich für eine Lehre als Schriftsetzerin: "Ein toller Beruf", schwärmt Susanne Stobernack noch heute. Dann kam die Heirat, das erste Kind: "Da war ich erstmal Mama". Sie fertigte aber nebenbei Deko-Artikel für Freunde und Bekannte. Die Ehe ging später auseinander: "Nach der Trennung begann ich zu zeichnen", so Susanne Stobernack. "Ich malte Gefühle. Ich habe eine ganze Mappe voll gemalter Gefühle." Im Jahr 2000 traf sie ihren jetzigen Mann, zog nach der Heirat nach Marl um. "Jetzt malte ich auf einmal bunte Bilder", beschreibt sie ihre neue Situation. Und sie begann Gruß- und Glückwunschkarten zu gestalten: Dekorativ und mit unterschiedlichem Materialmix. Damit legte sie den ersten Baustein ihrer heutigen künstlerischen Arbeit. Wieder spielte Papier eine wichtige Rolle. Im Mai 2003 malte sie ihr erstes Bild: Ein altes Gemälde wurde mit einer Collage neu gestaltet. Nur mit ihrer neuen Heimat Marl konnte sich Susanne Stobernack noch nicht richtig anfreunden. "Ich kannte niemand, hatte hier keine Vergangenheit", sagt sie. "Ich ging durch die Straßen der Stadt und keiner hat es gemerkt." Die Wende kam, als sie von dem Angebot Siegmund Kompaliks hörte, der für den Atelierkeller in Drewer weitere Künstler suchte. "Ich habe gedacht, das wäre schön. Und mein Mann hat mich unterstützt, also bin ich hingegangen. Und es funktionierte sofort." Seitdem ist der Keller ihr kreatives Zentrum. Im Dialog mit den anderen Mitkünstlern informiert sie sich über neue Techniken und Materialien, ihre Bilder beginnen, eine eigene Kontur zu entwickeln.Ihre Ausstellung "Orange Maus", Kunst ohne Richtung, die im September 2004 in der GEA Happel GmbH in Herne zu sehen war, fasst diese Arbeiten zusammen. Acrylmalerei und Werkstoffcollagen ergänzen sich, wachsen zu ihrem eigenen Ausdrucksmittel zusammen. "Zeittropfen" heißt eine ihrer aktuellen Arbeiten. Es kommen Metallplatten und Rostmittel zum Einsatz. Susanne Stobernack interessieren Freiräume. Freiräume, die jeder für sich zu finden und zu gestalten in der Lage ist. Sie trägt immer zwei unterschiedliche Schuhe, möchte die "orange Maus unter tausend grauen Mäusen sein". Das ist ihr Motto. "Nicht um jeden Preis auffallen, aber in Erinnerung bleiben."wol
03.01.2005 / LOKALAUSGABE / MARL
Der Waschkeller ist der gemeinsame Rahmen
Sieben Marler Künstler haben in Drewer etwas gemeinsames: Sie teilen sich einen ehemaligen Wäscherei-Raum und haben sich mit Regalen jeweils ihren eigenen Arbeitsplatz geschaffen. Die WAZ wird in einer kleinen Serie die Künstler und ihre Arbeiten vorstellen: (v.l.) Lothar Trelenberg , PeterMühlhause, Siegmund Kompalik, Karin Schäffer, Susanne Stobernack und Michael Große-Schulte. Im April die erste Gemeinschaftsausstellung geben - doch einen gemeinsamen Namen hat man nicht.
03.01.2005 / LOKALAUSGABE / MARL
Waschkeller wurde zu einem Atelier
Sieben Marler Künstler haben eine gemeinsame Bleibe in Drewer gefunden Früher war hier eine Wäscherei untergebracht: Heute teilen sich sieben Marler Künstler einen großen Kellerraum in Drewer und nutzen ihn gemeinsam als Atelier. Initiator des Projekts war Siegmund Kompalik. Er war auf der Suche nach einem geeigneten Raum, in dem er künstlerisch arbeiten konnte, als er von dem frei stehenden Keller erfuhr. 160 Quadratmeter: Für einen Künstler zu groß und die Miete zu teuer. Aber für eine Gruppe? Kompalik inserierte im Juni 2003 in der Zeitung und suchte nach Mitstreitern. Und die meldeten sich tatsächlich. Innerhalb einer Woche waren die sieben komplett. "Jeder der anrief, bekam eine Nummer", erinnert sich Kompalik. "Dann haben wir einen Termin gemacht und uns hier getroffen. Keiner kannte den anderen. Aber es funktioniert: Alle sind bis heute geblieben."Gleich beim ersten Treffen wurde der Keller in Parzellen aufgeteilt, große Regale bilden die Trennwände. Jeder hat seinen eigenen Bereich, in dem er arbeiten und wirken kann, 24 Stunden, rund um die Uhr. "Man kann kommen und gehen, wann man will", beschreiben alle Künstler einen der Vorteile des Gemeinschaftsateliers. Zur Gruppe gehören neben Siegmund Kompalik von Anfang an Lothar Trelenberg , Peter Mühlhause, Karin Schäffer, Susanne Stobernack und Peter Kapica . Michael Große-Schulte stieß später dazu. Drei arbeiten hauptberuflich als freischaffende Künstler, die anderen haben "nebenbei ein Hobby zum Geldverdienen", sind im Bergbau oder als selbstständige Handwerker tätig. Und alle hatten zuvor mit den gleichen Problemen zu kämpfen. "Wir haben im Schlafzimmer gemalt, im Wohnzimmer oder in der Dusche. Jedes Mal musste alles aufgebaut und wieder abgebaut werden", so Karin Schäffer. "Ich habe sogar im Garten gemalt", sagt Siegmund Kompalik. "Und dann hatte am nächsten Morgen, als das Bild getrocknet war, ein Vogel darauf gemacht." Für Susanne Stobernack hat der neue Raum sogar die Arbeitsweise verändert: "Ich arbeite jetzt mit größeren Formaten, einfach weil ich mehr Platz habe".Jeder Künstler der Gruppe benutzt andere Stilmittel; Realismus oder informelle Malerei sind ebenso vertreten wie Papiercollagen oder Materialbilder. Auch Gemeinschaftsbilder hat die Gruppe schon als Auftragsarbeit geschaffen: Ein spannender Prozess, bei dem bis zuletzt hart an der Gesamtkomposition gearbeitet wurde. "Immer wenn ich hier reinkomme, schaue ich erst mal: Was haben die anderen inzwischen gemalt?", beschreibt Karin Schäffer den Reiz des gemeinsamen Ateliers. Inzwischen werden auch gegenseitige Kritiken eingeholt, Gespräche über die Bilder geführt.Vier Mitglieder der Ateliergemeinschaft stellen zurzeit Arbeiten bei Viterra in Münster aus. Die erste Gemeinschaftsausstellung aller Mitglieder ist für den 14. April 2005 bei der Firma GEA Happel in Herne geplant. Und in Marl? Mal sehen. "Wir könnten den Louvre füllen. Bilder sind genug da", meint Siegmund Kompalik. Die WAZ stellt sie vor. wol
18.12.2004 / LOKALAUSGABE / MARL
Geschichten mit Puppen erzählen Geschichten und Fingerpuppen
Geschichten erzählt Susanne Stobernack mit ihren Fingerpuppen am Mittwoch, 15. Dezember, ab 15.30 Uhr im insel-cafe im Marler Stern. Freunde von phantasievollen Erzählungen und handgefertigten Fingerpuppen sind willkommen.Die Geschichte von der "Traumfangkatze oder wie die Schmetterlinge ihre Farbe bekamen" erzählt Susanne Stobernack mit ihren Fingerpuppen am Mittwoch, 22. Dezember, ab 15.30 Uhr im insel-cafe im Marler Stern. Alle Freunde von phantasievollen Geschichten und handgefertigten Fingerpuppen sind willkommen.
27.11.2004 / LOKALAUSGABE / MARL
Insel-Notizen Adventsaktion für Kinder
Kinder kommen gern ins insel-Cafe´ im Marler Stern. Pünktlich zum 1. Dezember, wenn morgens das erste Türchen vom Adventskalender geöffnet wurde, startet das insel-Café in diesem Jahr eine besondere Aktion. Am Mittwoch ab 15.30 Uhr führt Susanne Stobernack von der Künstlergruppe im Atelier Bergstraße ihre Fingerpuppen vor und zeigt den Kindern, welche tollen Geschichten man damit spielen kann. Jeder kann kommen, jeder kann mitmachen. Die Aktion läuft an jedem Mittwoch in der Adventszeit, also am 1., am 8., am 15. und am 22. Dezember, jeweils ab 15.30 Uhr, solange es allen Kindern Spaß macht.
Montag, 08. März 2004 | Quelle: Marler Zeitung (Marl)
Frauen entscheiden oft zugunsten der Familie
"Frauen unter sich" - beim frau-talk in der Insel tauschten sich Marlerinnen über das Thema "Zwischen Familie und Beruf" aus.
Von Svenja Wendler
Frauen und Männer sind von Natur aus unterschiedlich. Noch vor der Industrialisierung waren die Rollen von Männern und Frauen streng getrennt. Während der Mann für eine volle Haushaltskasse sorgte, kümmerte sich die Frau daheim um die Familie. Doch heute gehen auch Frauen arbeiten und haben gleichzeitig eine Familie. Wie Marler Frauen mit dieser Doppelbelastung umgehen diskutierte die Arbeitsgemeinschaft sozialdemokratischer Frauen aus Anlass des Internationalen Frauentages. Von dem Wiedereinstieg in den Beruf, über das Leben als alleinerziehende Mutter bis hin zu selbstständigen Frauen reichte die Vielfalt der Talkgäste von Gabi Hawig und Andrea Wenzel: Hiltrud Fischer, Karin Gutjahr (Schulleiterin am GSG), Ingrid Heinen (stellvertretende Fraktionsvorsitzende der SPD Marl), SPD-Bundestagsabgeordnete Waltraud Lehn, Angelika Merkl, Ursula Keil (leitende Angestellte), Gesinde Schönberg (Oberärztin der Paracelsusklinik), der freien Künstlerin Susanne Stobernack und den beiden Frauen des Inselcafes Anneliese Novak und Ulrike Rühl. "Ich möchte nicht extrem auffallen, doch möchte ich bei meinen Mitmenschen in Erinnerung behalten werden," erklärte die Künstlerin Susanne Stobernack. Sie zeigte den rund 70 Frauen einige ihrer Bilder und ihre selbstgemachten Fingerpüppchen. Vom schimmernden Engel bis hin zum bunten Maler hat sie viele Alltagsfiguren gebastelt. "Mit den Fingerpuppen kann man spielerisch mit Kindern reden und sie aufheitern," erklärte die Mutter Susanne Stobernack. Inzwischen sind ihre Kinder schon groß, doch ihr war es sehr wichtig für ihre Kinder da zu sein. "Da habe ich es auch in Kauf genommen, dass ich nicht so viel Geld hatte," erzählte sie. Wenn die Kinder groß sind... Ebenso sah es auch Anneliese Novak, die als sechsfache Mutter heute schon Enkelkinder hat. Nachdem sie die Kinder erfolgreich großgezogen hatte suchte sie nach neuen Herausforderungen. Zusammen mit Ulrike Rühl kümmerte sie sich um das Inselcafe in der City, das bis heute erfolgreich läuft. Dass Frauen auch beruflich "Karriere machen" können erzählten die leitende Angestellte Doktor Ursula Keil und die Oberärztin Doktor Gesinde Schönberg. Die Arbeit von Frauen in der Politik reflektierten Ingrid Heinen und Waltraud Lehn.
05.03.2004 / LOKALAUSGABE / MARL
Lebensmodelle von Frauen stehen zur Diskussion
ASF lädt heute zum Talkabend in die insel "Zwischen Familie und Beruf: Frauenkarrieren in Marl" lautet das Thema eines Talk- und Diskussionsabends, der am heutigen Freitag um 19.30 Uhr im insel-Café steigt. Die Arbeitsgemeinschaft Sozialdemokratischer Frauen (ASF) lädt anlässlich des Internationalen Frauentages 2004 (8. März) zu der Veranstaltung ein. Ihr Ausgangspunkt für das Gespräch ist folgender: "Die Mutter von heute scheint Familie und Beruf mühelos unter einen Hut zu bekommen. Wir fragen nach: Wie sieht das in der Realität wirklich aus? Wie lassen sich Familie und Beruf miteinander vereinbaren?".Acht Marlerinnen sitzen auf dem Podium und werden mit den Zuhörerinnen über unterschiedliche Lebensmodelle von Frauen und die politischen Rahmenbedingungen, die das Leben von Frauen aktuell bestimmen, diskutieren. Angesagt haben sich Hiltrud Fischer (Berufsrückkehrerin), Karin Gutjahr (Schulleiterin), Ingrid Heinen (stellvertretende Fraktionsvorsitzende der Marler SPD), Waltraud Lehn (SPD-Bundestagsabgeordnete), Angelika Merkl (Alleinerziehende Mutter), Dr. Ursula Kein (Leitende Angestellte/degussa), Dr. Gesine Schönberg (Oberärztin/Paracelsusklinik) und Susanne Stobernack (freischaffende Künstlerin). Die Moderation übernehmen Dr. Renate Strauch und Gabi Hawig. Für heitere und entspannende Zwischentöne sorgt das (Frauen)-Querflötenquartett "Just for fluite". Amü